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Hofmann GmbH Betonbau
Jetzt kann auch im Winter Beton produziert werden
Die Langenberger Hofmann Betonbau GmbH investiert knapp
eine halbe Million Euro in ihre moderne Beton-Mischanlage
Gera-Langenberg. Sechs anstrengende Wochen liegen hinter der Langenberger Hofmann Betonbau GmbH. So lange habe der Einbau der neuen und modernen Doppelwellenmisch­anlage gedauert, sagt Geschäftsführer René Kutscher. Entsprechend stolz und erfreut sind er und Senior-Chef Thomas ­Hofmann darüber, dass die Großinvestition für das Unternehmen nun in Betrieb genommen werden konnte. Immerhin rund eine halbe Million Euro kostete die Ersatztechnik für die alte Mischanlage von Anfang der 1990-er Jahre. "Die Deutsche Bank ermöglichte problemlos eine Teilfinanzierung", betont Hofmann. "Durch die zwei Wellen, die in der neuen Anlage parallel laufen, wird die Qualität des Mischgutes noch besser", sagt Kutscher. "Das war auch ein Ziel, schließlich werden Architekten beim Beton immer anspruchsvoller", ergänzt Hofmann.
Unterstützung auch durch Nachbar-Unternehmen
Die Einbauarbeiten für die neue Technik seien auch deshalb so aufwändig gewesen, sagt René Kutscher, weil die neue Mischanlage in ein Bestandsgebäude auf dem 22 000 Quadratmeter großen Firmengelände installiert wurde, eben an der Stelle, wo über 20 Jahre die alte stand. Dass die Arbeiten bei laufender Produktion über die Bühne gehen konnten, sei auch der partnerschaftlichen Unterstützung durch das benachbarte Unternehmen Max Bögl zu verdanken, sagt Kutscher. Von diesem habe man während der Arbeiten den Beton beziehen können, ­erklärt Thomas Hofmann, und auch die sogenannten Selbst­abholer konnten hier in dieser Zeit ihr Mischgut unkompliziert selbst abholen.
Neue Steuerungstechnik und Zeiterfassung
Mit der neuen Anlage, betont das Geschäftsführer-Duo, ergebe sich für Hofmann Betonbau außerdem ein neuer Wettbewerbsvorteil. Durch eine leistungsstarke Heizungsanlage könne nun den ganzen Winter hindurch produziert werden. Durch die Selbstreinigungsfunktion der Anlage werde auch der Mischmeister entlastet. Mit der Mischanlage sei die Steuerungstechnik erneuert worden. Auch eine neue Zeiterfassung wurde installiert, um gerade bei den individuellen Fertigteilen noch genauer die Arbeitszeit zu messen und gleichzeitig Referenzzeiten für ähnliche Aufträge zu erhalten. Von einem "echten Entwicklungsschub" für das Unternehmen spricht René Kutscher, womit auch die Digitalisierung im Unternehmen vorangetrieben werde.
Artikel von Marcel Hilbert, Ostthüringer Zeitung - 26. November 2016
Investition in die "Betonmanufaktur" steht an
Für eine halbe Million Euro modernisiert die Langenberger
Betonbau Hofmann GmbH im Herbst ihre Mischtechnik.
Eigentlich spricht er lieber von einer "Betonmanufaktur" als von einem Betonwerk. Denn es seien ausschließlich individuelle Fertigteile, die das Werk der Hofmann Betonbau GmbH in Langenberg verlassen, so Geschäftsführer Thomas Hofmann. Um mit den laut Hofmann "immer höheren Ansprüchen der Architekten" auch künftig Schritt halten zu können, plane das Unternehmen eine Großinvestition. Bei der Baumaschinenmesse "baume" im April in München sei der Vertrag für eine neue, "ganz moderne" Mischanlage unterzeichnet worden, sagt der Geschäftsführer. Im Oktober soll der sogenannte Doppelwellenmischer geliefert und montiert werden. Die Anlage soll eine bestehende ersetzen. Zuvor, so sagte Hofmann, werde aktuell "kilometerweise" die Verkabelung erneuert, zeitgleich werden die Silos für Zemente und Flugasche saniert. Insgesamt investiere das Unternehmen hier rund 500.000 Euro.
Betonteile für Tinzer Schloss und Uniklinikum
Neben den Arbeiten am eigenen Standort in Langenberg sei das Unternehmen aber natürlich auch auf zahlreichen Baustellen im Einsatz. "Deutschlandweit" betont Thomas Hofmann und zählt auf. So habe man für ein Hamburger Forschungsinstitut Messgruben gefertigt, bei denen auf Metall verzichtet werden musste und die deshalb mit Glasfaser-Bewehrung verstärkt wurden. Nach Regensburg habe man Portale und einen achteckigen Sockel für eine Brunnenskulptur geliefert. Für ein mehrstöckiges Wohnhaus in Weimar habe das Unternehmen eine Laubengang-Anlage über die komplette Hausseite produziert. "Für die neue Anlage haben wir moderne Verspanntechniken erarbeitet und vorgeschlagen", erklärt Hofmann. Natürlich, so der Geschäftsführer, klingt es gut zu berichten, dass ein Auftrag beispielsweise aus Singapur kam, für den in Langenberg Kontergewichte für Fassadenreinigungsgeräte produziert wurden. Genau so schön sei es für ihn aberm dass sein Unternehmen auch in Ostthüringen "Beton-Spuren" hinterlässt. So sei man beispielsweise an der Gestaltung der neuen Außenanlagen des Universitätsklinikums Jena in Lobeda beteiligt. Rund 400 Teile seien es, die der Geraer Betrieb hierfür anfertigt. "Vor allem viele Anthraziteingefärbte und sandgestrahlte Teile kommen von uns", sagt Hofmann. "Intensiviert wird die Farbe durch das Beimischen von Edelsplitten", erklärt er: "Die Teile sind so komplett durchgefärbt." Unter anderem Baumeinfassungen und Sitzbänke aus Langenberg sollen das Klinikumsgelände in Jena zieren, aber zum Beispiel auch ein Betonkörper, der Herzstück der Wasseranlage auf dem Gelände sein wird und satte 26 Tonnen wiegt. "Das ist dann auch für uns eine besondere Herausforderung und nicht alltäglich." Und auch in der Heimatstadt des Unternehmens ist Betonbau Hofmann im Einsatz. So liefere ma auch für die Außenanlagen des Tinzer Wasserschlosses Fertigteile, sagt Hofmann.
Artikel von Marcel Hilbert, Ostthüringer Zeitung - 19. Juli 2016